Die helfende Hand muss von der Gesinnung Ausdruck geben.

Vinzenz von Paul

Die Barmherzigen Schwestern von Untermarchtal

Im Schwesternkonvent der Vinzenz Klinik leben derzeit zehn Ordensschwestern. In den verschiedenen Aufgabengebieten – Pflege, Besuchsdienst, Meditation – und in den vielfältigen Begegnungen mit Gästen und Besuchern erfüllen sie ihren vinzentinischen Auftrag.

Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Zuwendung und „familiäre Atmosphäre“ sind die Schlüsselbegriffe, die bei der Gästebefragung immer wieder genannt werden. Dieses Klima haben die Vinzentinerinnen mit ihrer Orientierung am christlichen Menschenbild maßgeblich mitgeprägt.

 Obwohl die Zahl der Ordensschwestern rückläufig ist, soll die Tradition des vinzentinischen Selbstverständnisses lebendig bleiben. Um dies zu gewährleisten, wurden Leitlinien gemeinsam mit den Mitarbeitern für die beiden Einrichtungen Vinzenz Klinik und Vinzenz Therme entwickelt. Sie stehen unter dem Motto „Die helfende Hand muss von der Gesinnung Ausdruck geben.“

Der Gesellschafter – von den Anfängen bis heute

1858 bezogen die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul ihr erstes Mutterhaus. Es lag in Schwäbisch Gmünd und erinnerte von der Ausstattung her laut Ordenschronik mehr „an den Stall von Bethlehem“ als an ein Kloster. Erst 33 Jahre später, am 16. September 1891 konnten die Schwestern – es waren mittlerweile mehr als 500 – nach Untermarchtal umsiedeln, wo bis heute ihr Sitz ist.

Etwa zur selben Zeit fächerten sich die karitativen Aufgaben des Ordens immer mehr auf. So wurden Großprojekte wie das Marienhospital Stuttgart, die Klinik Rottenmünster bei Rottweil sowie der Kauf des Ditzenbacher Bades in Gang gesetzt und während der folgenden Jahrzehnte weiterentwickelt.

Nach den beiden Weltkriegen folgten Projekte unter anderem in der Jugendarbeit, der Drogen- und Obdachlosenhilfe. Trotz Nachwuchssorgen unterhalten die Untermarchtaler Schwestern derzeit etwa zehn Einrichtungen in Baden-Württemberg und Missionsstationen in Ostafrika.